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In der zellbiologischen und biomedizinischen Forschung der letzten Jahre wurden revolutionäre Beiträge erzielt. Zu nennen sind u.a. die Entdeckung neuer Hepatitis-Erreger, die Entwicklung von Diagnostika zur Unterscheidung zwischen bösartigen und harmlosen Papillomviren, die Entwicklung neuer Impfstoffe und künstlicher Antikörper gegen Leukämien, die Entdeckung der Defekte, welche der Mukoviszidose und dem Muskelschwund (Muskel-Dystrophie) zugrunde liegen, sowie große Fortschritte bei der Entwicklung von Immunstimulantien (Cytokine/ Wachstumsfaktoren/ Interferone/ Differenzierungsfaktoren). Hunderte neuer Therapeutika, Impfstoffe und Diagnostika aus dieser Forschung sind in klinischer Erprobung und versprechen eine Revolution in der Medizin.

Diese Entwicklungen basieren auf soliden, aktuellen Erkenntnissen aus zellbiologischer und  biomedizinischer Grundlagenforschung. Obgleich nicht in erreichbarer Nähe, sind auch Mittel gegen AIDS, Kreuzfeld-Jakob Syndrom und Alzheimersche Krankheit ohne ein massives Vorantreiben dieser Forschungsrichtung undenkbar.

Bei der Förderung der biotechnologischen und biomedizinischen Forschung hat sich eine bedauerliche und für uns z.T. unverständliche Entwicklung abgezeichnet. Die Pharmaindustrie, traditioneller Partner für Forschungsprojekte, orientiert sich zunehmend im Ausland. Die eher problematische Reaktion des Ministeriums (BMBF) besteht darin, institutionelle Förderprogramme entweder einzustellen oder auf einem niedrigen finanziellen Niveau einzufrieren, was einem realen Abbau von mehr als 3 % p.a. gegenüber den vergangenen Jahren entspricht.

Die finanzielle Lage der Grundlagenforschung hat sich in den letzten Jahren deutlich verschlechtert, und dieser Prozess wird sich fortsetzen. Manchmal sind aufgrund von einschlägiger Bestimmungen oder durch Beschränkung der Mittel auf genau definierte Haushaltstitel gerade kleine Beträge nicht kurzfristig verfügbar. In Fällen, in denen eine institutionelle Förderung nicht möglich oder die Beantragung finanzieller Unterstützung zu langwierig ist, sollte es Wege geben, schnell und unbürokratisch zu helfen.

Aus solchen Erwägungen wurde der Arbeitskreis für Zellbiologie und biomedizinischeForschung e. V. am 14. Juni 1991 von aktiven Braunschweiger Wissenschaftlern aus molekularbiologisch/biomedizinischen Bereichen gegründet. Zur Unterstützung unserer Vorhaben bitten wir Sie um einen finanziellen Beitrag1. Der Arbeitskreis ist gemäß Mitteilung des Finanzamts Braunschweig-Wilhelmstraße gemeinnützig, und über Spenden werden entsprechende Bescheinigungen ausgestellt. Die Satzung des Vereins kann hier abgerufen werden.

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    (PD Dr. Gerhard Gross)                                                                       Dr. Ronald Frank     
    1. Vorsitzender                                                                                    2. Vorsitzender

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Bankverbindung des Arbeitskreises: Konto-Nr. 2 938 918 bei der Nord/LB Braunschweig  (BLZ 250 500 000)

Erste Vorsitzende:

1991-1994 Prof. Dr. John Collins

1994-2008 Prof. Dr. JĂĽrgen Bode

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 Ausgezeichnete Doktorarbeiten (Pressemitteilung vom 27. Mai 2009)

Der "Arbeitskreis Zellbiologie und Biomedizinische Forschung e.V." zeichnet am 29. Mai 2009 im Forum des Braunschweiger Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) junge Wissenschaftler für ihre herausragenden Ergebnisse in ihrer Doktorarbeit aus. Insgesamt werden bei den Verleihungsfeierlichkeiten vom Arbeitskreis 4 000 Euro ausgelobt. Zwei ehemalige Doktorandinnen erhalten den Förderpreis des Arbeitskreises:

  • Virginia Seiffart entwickelte eine neuartige Gentherapie fĂĽr Rheuma;
  • Natalia Zietara erarbeitete grundlegende Erkenntnisse zur Aktivierung von Zellen des Immunsystems,
     die wichtige medizinische Bedeutung haben. AuĂźerdem erhält die  Forscherin
  • Upneet Sandhu den zum ersten Mal ausgelobten Innovationspreis fĂĽr neue biomedizinische Untersuchungsmethoden .
    Upneet Sandhu untersuchte die Immunantwort einer chronischen Hepatitis-Infektion bei Mäusen. Ihre Ergebnisse könnten helfen,
    innovative Therapieansätze zu entwickeln.

"Neue Erkenntnisse in der Wissenschaft beruhen oft auf harter  Laborarbeit von Master-Studenten, Diplom­anden und Doktoranden", sagt Geri Gross, Vorsitzender des Arbeitskreises Zellbiologie und Biomedizinische Forschung e.V. "Mit den Preisen wollen wir dieses
Engagement würdigen und die jungen Wissenschaftlerinnen auf ihrem Weg bestärken." In ihren Doktorarbeiten befassten sich die Preisträgerinnen mit wichtigen Fragen rund um Infektionskrankheiten, chronischen Erkrankungen und die Antwort des Immunsystems:

Virginia Seiffart fertigte ihre Doktorarbeit in der Abteilung "Genregulation und Differenzierung" am HZI an. Sie untersuchte, wie chronische EntzĂĽndungsreaktionen - wie sie zum Beispiel bei Rheuma auftreten - gelindert werden können. Eine besondere Rolle spielten dabei  SignalmolekĂĽle, die EntzĂĽndungssignale auslösen und kleine MolekĂĽle, die die Funktion dieser Signale unterbinden. Virginia Seiffarts Befunde sind von groĂźem wissenschaftlichen Interesse und könnten langfristig einen Beitrag zur Rheumatherapie und der Wiederherstellung von durch Rheuma zerstörtem Gewebe sein.

Natalia Zietara befasste sich im Rahmen ihrer Doktorarbeit in der Arbeitsgruppe "Molekulare Immunologie" am HZI mit Zellen des Immunsystems, sogenannten T-Helferzellen, und untersuchte, wie das Immunsystem sie aktiviert. T-Helferzellen spielen eine zentrale Rolle
 bei der Funktion des gesamten Immunsystems. Sie werden meist im Lymphknoten durch verschiedene andere Arten von Immunzellen aktiviert. Natalia Zietara untersuchte, wie sich diese unterschiedlichen Aktivierungsarten voneinander unterscheiden.

Labormäuse spielen eine wichtige Rolle bei der Erforschung vieler  menschlicher Krankheiten. So gibt es Mausmodelle fĂĽr zum Beispiel die  Zuckerkrankheit oder Asthma - aber nicht fĂĽr alle Krankheiten des Menschen. Häufig ist es schwierig, ein Mausmodell fĂĽr eine bestimmte Krankheit zu entwickeln. Die Wissenschaftlerin

Upneet Sandhu aus der Abteilung "Genregulation und Differenzierung" hat in ihrer Doktorarbeit ein Verfahren zur vereinfachten Entwicklung solcher Mausmodelle erarbeitet. Dafür erhält sie den Innovationspreis. Sie nutzte dieses Verfahren außerdem, um die Immunantwort bei einer chronischen Hepatitis im Mausmodell zu untersuchen. Dies war bisher nicht möglich.

Neben den drei Preisträgerinnen gehen Innovationspreise an Nicole Dietrich und Julia Pulverer für ihre Arbeiten an Botenstoffen des Immunsystems, sogenannter Interferone. Sie untersuchten, wie Virusinfektionen im Körper eine Interferonantwort als Verteidigungsreaktion auslösen.

Ideen fĂĽr den Kampf gegen Krebs und neue Bildgebungsverfahren
Preisverleihung am Freitag, 6. Juli 2007, 15 Uhr

Bahnbrechende Erkenntnisse der Wissenschaft beruhen oft auf der harten Laborarbeit von Diplomanden und Doktoranden. Wahrgenommen werden aber zumeist nur die alten Hasen mit der jahrzehntelangen Erfahrung. Dies zu ändern hat sich der „Arbeitskreis Zellbiologie und Biomedizinische Forschung e.V.“ vorgenommen: Er zeichnet deshalb im Forum des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung zwei junge Wissenschaftler aus, die in ihrer Promotionsarbeit große wissenschaftliche Durchbrüche erzielt haben.

Krankheitserregende Bakterien als Helfer im Kampf gegen den Krebs – das klingt abenteuerlich, doch weiß man seit über hundert Jahren, dass Bazillen sich bevorzugt in Krebsgeschwüren ansiedeln. Dazu könnte die sauerstoffarme Umgebung im Tumor beitragen, in der viele Bakterien bevorzugt wachsen. Kathrin Westphal hat mit ihrer Doktorarbeit – die der Arbeitskreis nun auszeichnet – zu der Hoffnung beigetragen, dass aus diesem Wissen ein neuer Ansatz für die Tumortherapie werden könnte. Mit Hilfe der Elektronenmikroskopie konnte Westphal zeigen, dass sich Salmonellen-Bakterien außerhalb der Krebszellen ansiedeln und dabei einen so genannten Biofilm bilden. In anderen Körpergeweben sind Salmonellen nicht in der Lage, eine solchen Verbund aufzubauen – sie entwickeln also am Tumor ganz spezifische Eigenschaften, die sich vielleicht in der Krebstherapie nutzen lassen: Mit Westphals Erkenntnissen haben Wissenschaftler nun die Möglichkeit, nach den Genen zu suchen, die für die Biofilm-Bildung im Krebs verantwortlich sind – und sie später beispielsweise für die Produktion von Anti-Krebs-Medikamenten direkt am Geschwür einzusetzen.

Der zweite Preisträger, Dr. Bin Ma, konnte dank seiner herausragenden Arbeit bereits Karriere machen: Ma hat neue Techniken entwickelt, um in Mäusen die dynamischen Prozesse einzelner Organe in Echtzeit darzustellen – und wurde dafür von der US-amerikanischen Yale-University angeheuert. Für seine Untersuchungen wählte Bin Ma Immun-Organe wie die Milz oder Lymphknoten aus, die mikrochirurgisch leicht zugänglich sind. Er entwickelte dafür systematisch Schnitt- und Färbemethoden, die über die Multifarben-Immunfluoreszenzmikroskopie eine drei-dimensionale Rekonstruktion ermöglichten. Zur Auswertung verfeinerte er Bildverarbeitungsverfahren, die sich zur detaillierten Darstellung der Organe eignen. So setzte er zum Beispiel ein Verfahren ein, mit dem Fotografen normalerweise Panoramabilder zusammenführen. Dem Preisträger ist mit einer Vielzahl von sich ergänzender Techniken ein entscheidender Schritt hin zur Gesamtrekonstruktion eines Organs gelungen.

23. Juni 2005: GBF-Arbeitskreis vergibt Förderpreise an junge Wissenschaftler

Hauser-May-Gekara-Weiss-Klar-Bode (Foto: Ammerpohl)

Angriffsstrategien von Bakterien, clevere Methoden zum Züchten von Zellen, die Regelkreise unserer Gene: An diesen Themen arbeiten die jungen Wissenschaftler, die jetzt mit den Förderpreisen 2004/2005 des Arbeitskreises für Zellbiologie und Biomedizinische Forschung (AKZellbio ) an der Gesellschaft für Biotechnologische Forschung (GBF) geehrt werden. Martin Klar, Tobias May und Nelson Gekara nehmen die Auszeichnung am Donnerstag, 23. Juni, 15 Uhr, im Forum der GBF entgegen. Der Förderverein versteht seine mit je 1000 Euro dotierten Preise als unbürokratische Motivationsspritze für Nachwuchswissenschaftler, die erstklassige Leistungen in der Grundlagenforschung erbracht haben.
Unsterbliche Zellen
In Nährlösungen kultivierte Zellen sind ein wichtiges Instrument für viele biologische Experimente. Das Problem dabei: Zellen, die aus dem menschlichen oder tierischen Körper stammen, lassen sich entweder kaum vermehren und sterben bald wieder ab – oder sie vermehren sich im Gegenteil völlig unkontrolliert und verhalten sich dabei „unnatürlich“, das heißt wie Krebszellen, nicht aber wie ge-sunde Körperzellen.
Tobias May hat im Rahmen seiner Doktorarbeit eine Methode entwickelt, wie man bei bestimmten Zellen in Kultur die Vermehrung an- und abschalten kann. Ein Verfahren, das, wenn es ausgereift ist, viel über Alterungsprozesse und über die Entstehung von Krebs verraten könnte – und dabei helfen, manche Tierversuche durch die Arbeit mit Zellkulturen zu ersetzen.
Ferngesteuerte Gene
Ein Schritt zum besseren Verständnis des Zusammenspiels menschlicher Gene ist dem GBF-Nachwuchsforscher
Martin Klar in seiner Doktorarbeit gelungen. Er fand Neues darüber heraus, wie der Körper zur Verteidigung gegen Krankheitserreger Gene aktiviert, die zur Produktion des Ab-wehrstoffs Interferon führen. Klar konnte zeigen, dass dabei genau jene DNA-Abschnitte im menschlichen Chromosom eine Schlüsselrolle spielen, die zuvor schon ein Computermodell als mögliche Regulations-Elemente vorausgesagt hatte. Verblüffend daran: Die Orte der Regulation lie-gen teilweise weit von den eigentlichen Interferon-Genen entfernt – ein Beispiel für komplexe Wechselwirkungen auf Distanz.
Giftige Bakterien
Wie das Bakterium Listeria monocytogenes, ein mit verdorbenen Lebensmitteln aufgenommener Krankheitserreger, in menschliche Zellen eindringt, das erforscht der aus Kenia stammende junge GBF-Wissenschaftler
Nelson Gekara. Seine Erkenntnis: Listeria sondert ein Gift ab, das die Ober-fläche menschlicher Zellen so verändert, dass der Keim ungehindert eindringen kann. Zu diesem Zweck löst das Gift, das den Kurznamen „LLO“ trägt, eine erstaunliche Vielzahl von Wirkungen in der Zielzelle aus; es verändert einen großen Teil ihres Stoffwechsels. Fernziel der Forschung ist es, durch das Blockieren des LLO die ganzen Angriffs-Strategie von Listerien zu vereiteln – und dabei vielleicht Erkenntnisse für den Kampf gegen andere, medizinisch noch bedeutsamere Keime gewin-nen, wie etwa Salmonella oder den Milzbrand-Erreger Bacillus anthracis. MBR/JBO

Informationen zu diesen Themen und eine ausführliche Würdigung der drei Arbeiten enthält ein WORD-Dokument

Farewell Symposium for Prof. Flohé

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On the occasion of Leopold Flohé’s retirement from the Technical University of Braunschweig we have organized, on January 09 2004, a scientific meeting.
         The prestigious programme, centered around “das Hobby des Chefs”,
Peroxides and Parasites, can be found here (WORD document).

Prof. J. Bode  Dr. S. Weiss   Dr. H. Hauser

 

 

 

 

Kleine Feierstunde: (von links): Die Betreuer Dr. Kurt Dittmar und Professor Dr. JĂĽrgen Bode mit den Nachwuchsforschern Sandra Götze und Lars Macke.                    Foto: Ammerpohl

 

 

 

Erstklassige Forscher
GBF-Förderverein vergab Preise an Nachwuchs

Bislang unerforschte DNA-Regionen und der Einsatz von Immunzellen im Kampf gegen Krebs: Mit diesen Themen befassen sich zwei junge Forscher, die jetzt mit dem Förderpreis 2003 des Arbeitskreises fĂĽr Zellbiologie und Biomedizinische Forschung an der Gesellschaft fĂĽr Biotechnolo-gische Forschung (GBF) geehrt wurden. Der Förderverein versteht seine mit je 1000 Euro dotierten Preise als unbĂĽrokratische Motivationsspritze fĂĽr  Nachwuchswissenschaftler, die erstklassige Leistungen in der Grundlagenforschung erbracht haben.
           Sandra Götze untersuchte in ihrer Doktorarbeit Abschnitte der DNA, die sich genetisch nicht zuverlässig bestimmen lassen und bisher als funktionslos galten. Sie fand heraus, dass diese DNA-Re-gionen wichtige Steuerungselemente enthalten.
           Der Jungwissenschaftler Lars Macke untersuchte spezielle Abwehrzellen des Immunsystem. Er veränderte entnommene Zellen genetisch so, dass sie eine Immunantwort gegen Krebszellen auslösen. NB vom 2. Nov. 2003 /  h/oh
 

Förderpreis als unbürokratische Motivationsspritze

Bislang unerforschte DNA-Regionen und der Einsatz von Immunzellen im Kampf gegen den Krebs: Mit diesen Themen befassen sich die beiden jungen Wissenschaftler, die mit den Förderpreisen 2002 und 2003 des Arbeitskreises fĂĽr Zellbiologie und Biomedizinische Forschung an der Gesellschaft fĂĽr Biotechnologische Forschung (GBF) geehrt werden. Sandra Götze und Lars Macke werden die Auszeichnung am Donnerstag, 30. Oktober 2003, 15 Uhr, im  Forum der GBF entgegennehmen. Der Förderverein versteht seine mit je 1000 Euro dotierten Preise als unbĂĽrokratische Motivationsspritze fĂĽr Nachwuchswissenschaftler, die erstklassige Leistungen in der Grundlagenforschung erbracht haben.

Von wegen “Müll-DNA”
 
Nur ein kleiner Teil unserer aus mehr als drei Milliarden Einzelbausteinen bestehenden Erbsubstanz lässt sich zuverlässig einem  bestimmten Gen zuordnen. Weit ĂĽber 90 Prozent der menschlichen DNA  besteht aus so genannten nichtkodierenden Abschnitten, deren Funktion wir nicht kennen. FrĂĽher nannte man diese vermeintlich sinnlosen Regionen auf unseren Chromosomen “Junk-DNA”, also MĂĽll. Dass sie diese  abwertende Bezeichnung keineswegs verdienen, das zeigen neben anderen Erkenntnissen auch die Forschungsarbeiten von Sandra Götze. Bei ihrer  Doktorarbeit fand sie heraus, dass die nichtkodierenden DNA-Regionen wichtige Steuerungselemente enthalten, die unter anderem den Ausschlag dafĂĽr geben, wann Gene an- und abgeschaltet werden. Der Funktion dieser Regionen ist sie im stetigen Erfahrungsaustausch mit Biomathematikern ein gutes StĂĽck nähergekommen.
 
Körpereigene Waffe gegen den Krebs
 
Maligne Tumore, also bösartige KrebsgeschwĂĽre, sind die Ursache fĂĽr ein Viertel aller Todesfälle in den Industrienationen, und viele solche  Tumore sind bis heute nicht heilbar. Ein Ansatz, von dem sich  Wissenschaftler neue Behandlungsmöglichkeiten erhoffen, ist die sogenannte zelluläre Immuntherapie, das Arbeitsfeld von Lars Macke. Das  Prinzip: Dem menschlichen Körper werden dendritische Zellen entnommen, das sind spezialisierte Abwehrzellen, die dem Immunsystem zeigen, welche MolekĂĽle es als feindlich betrachten und bekämpfen soll. Die entnommenen Zellen werden genetisch so verändert, dass sie eine Immunantwort gegen Krebszellen auslösen können. AnschlieĂźend werden sie dann in den Körper des Patienten zurĂĽcktransferiert. Lars Macke hat Immunzellen untersucht,  die sich fĂĽr ein solches Therapieverfahren eignen könnten, und getestet,  wie sie sich auf wirkungsvolle Weise verändern lassen, ohne fĂĽr den Patienten gefährlich zu werden.
 
Hinweis fĂĽr die Medien
Bilder von den beiden Preisträgern finden Sie im Internet unter
http://www.gbf.de/presseinformationen

 

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Festkolloquium fĂĽr Professor MĂĽhlradt am 15. November 2002

Nach mehr als 25 Jahren Forschungstätigkeit für die GBF ist Professor Dr. Peter Mühlradt mit einem wissenschaftlichen Kolloquium verabschiedet worden. Mühlradt leitete zuvor die Arbeitsgruppen “Zellulärer Stofftransport” - später “Immunbiologie”. Er setzt seine Forschungsarbeiten am MALP-2 Protein mit Industrieförderung am Gründerzentrum fort. Die von Mykoplasmen produzierte Substanz erregt großes gegenwärtiges Interesse, da sie an zentraler Stelle in das Immunsystem eingreift und die Wundheilung beschleunigt. Unser Foto zeigt (von rechts) Prof. Peter Mühlradt, seine Frau Toni Mühlradt und die wissenschaftliche Mitarbeiterin Dr. Ursula Deiters. gaz

 

 

Bisherige Förderpreise

29. Mai 2009

Virginia Seiffart

Natalia Zietara

Upneet Sandhu, Innovationspr.1)

06. Jul 2007

Kathrin Westphal

Bin Ma

23. Jun 2005

Tobias May

Martin Klar

Nelson Gekara

30. Okt 2003

Lars Macke

Sandra Götze

15. Jun 2001

Karsten Kretschmer

Carsten Hornig

09. Mar 1998

Holger Engel

Dirk SchĂĽbeler

26. Feb 1996

Marion Ahrens

 

27. Feb 1995

Sabine Kirchhoff

Thomas Schlake

1) Weitere Innovationspreise 2009: Nicole Dietrich und Julia Pulverer

 


 

Arbeitskreis fĂĽr Zellbiologie und
 biomedizinische Forschung e.V.
FasanenstraĂźe 17, D-38102 Braunschweig